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N!cky's Bio: die Verwandlung

Aufgewachsen ist Nicky als Einzelkind in einer Sportlerfamilie. Ihr Vater Hans war selbst begeisterter Leichtathlet und wurde nach seiner aktiven Zeit zum Obmann eines Turnvereines, dem TV-Alsergrund, gewählt und gründete etwas später auch einen Leichtathletikverein, den ÖTB-Wien Leichtathletik. In beiden Vereinen ist er bis heute in seiner Freizeit als Trainer und Stundenleiter tätig.

Mutter Christine war ebenfalls jahrelang in der Leichtathletik aktiv und spielte nebenbei in einer Volleyballmannschaft. Bis heute ist sie Vorturnerin im Turnverein ihres Mannes und setzt sich als Leiterin eines Kindergartens vor allem für die Kinder und Kleinkinder ein. Mit dem erreichten Gütesiegel „erster Bewegungskindergarten in Wien“ setzte sie neue Maßstäbe für das Sportbewusstsein der Jüngsten in Wien.

Somit kann man bei Nicky sagen, ihr wurde der Sport in die Wiege gelegt. Sie war schon als Baby mit am Sportplatz und in der Turnhalle. So begann auch sie - im zarten Alter von 3 Jahren - an den ersten Leichtathletikwettkämpfen teil zu nehmen. Im Laufe der Jahre wurden aus Bergturnfesten, Sportfesten und Schulwettkämpfen Landesmeisterschaften, wobei Nicky neben ihren steigenden erfolgen in der Leichtathletik immer vielseitig war und auch ihre große Leidenschaft - das Geräteturnen - nie aufgab.

Dieses hohe Maß an Sportlichkeit fand allerdings unter gleichaltrigen Kindern keinen großen Anklang. Nicky war von Anfang an eine absolute Außenseiterin im Kindergarten und in der Schule, wurde gemobbt und gehänselt. Als damals ihre einzig wahre Freundin auch noch die Schule wechselte musste Nicky vieles ein- und wegstecken, wodurch sie sich immer mehr zurück zog und als Einzelgängerin lebte.

Mit 11 Jahren wollte Nicky aus ihrer fast aussichtslosen Situation ausbrechen. Sie wechselte in ein Sportgymnasium für Mädchen, wo wöchentlich 10 Stunden Sport am Stundenplan standen. Von Geräteturnen über Schwimmen, Tanz und Volleyball bis hin zu Leichtathletik waren viele Sportarten vertreten und in allen zählte Nicky zum Kreis der Besten. Der Schulwechsel brachte auch neue Freundschaften mit sich und Nicky konnte ein wenig Selbstvertrauen gewinnen.

Neben den Sportstunden in der Schule ging Nicky noch zusätzlich ins Leichtathletiktraining sowie zum Geräteturntraining. Die vielen Sportstunden in der Woche brachten Nicky dann zu den ersten österreichischen Meisterschaften im Nachwuchs, wo sie als eine der Jüngsten in mehreren Disziplinen vertreten war. Die ersten Nominierungen für Länderkämpfe folgten und Oberstufengymnasien für Leistungssport baten ihr einen Platz an.

Ein Schulwechsel in ein Oberstufenrealgymnasium für Leistungssport war im zarten Alter von 15 Jahren für Nicky's Eltern ein klarer Schritt in Richtung erfolgreiche Karriere. Ebenso war jetzt ein Trainerwechsel notwendig, denn das Vater-Tochter-Gespann funktionierte einfach nicht mehr. Der Grundstein für die erste Nominierung in das österreichische Nachwuchs-Nationalteam zur Gymnasiade (damals gleichzusetzen mit den heutigen Jugend-olympischen Spielen) war gelegt und die Leichtathletik-Karriere von Nicky explodierte förmlich. Es folgten Nachwuchs-Staatsmeistertitel, österreichische Nachwuchsrekorde und weitere Nominierungen in das österreichische Nachwuchs-Nationalteam.

So wundervoll sich die sportliche Karriere aber entwickelte, in der Schule fühlte sich Nicky nicht wohl. Mit den MitschülerInnen kam sie zwar gut aus, mit den LehrerInnen allerdings eher schlecht als recht und für Freizeit blieb Nicky eigentlich keine Zeit mehr. Neben ständigem Training wurde Nicky auch von ihrer damaligen Trainerin in die Ecke gedrängt. Geräteturnen war von jetzt auf gleich gestrichen worden – die Verletzungsgefahr sei zu groß, es wäre ein zu hohes Risiko für die Leichtathletikkarriere.

Mit dem 18. Geburtstag - also der Volljährigkeit - bekam Nicky dann einen Motivations- und Selbstvertrauensschub, sie konnte endlich selbst bestimmen, wie ihr Leben aussehen soll. Sie zog von zu Hause aus und setzte auch schulisch einen Schlussstrich. Nur ein Jahr vor der Matura brach Nicky die Schule ab. Sie absolvierte eine Ausbildung an der Abendschule und konzentrierte sich voll und ganz auf die anstehenden Jugend-Weltmeisterschaften. Dies sollte sich bezahlt machen, denn mit dem 6. Platz im Diskuswurf erzielte Nicky das bislang beste österreichische Ergebnis eines Mädchens bei einer Jugend-Weltmeisterschaft. Damit war ihr ein Platz beim Bundesheer als Profisportlerin sicher und sie startete im Oktober 2004 die dafür notwendige, 6-wöchige Grundausbildung.

Während der Grundausbildung – welche für die insgesamt 3 eingerückten Frauen psychisch wahnsinnig anstrengend war – kamen viele Gedanken bei Nicky hoch. Sie versuchte sich selbst zu finden und nahm sich auch nach den 6 Wochen Zeit für sich, um etwas Klarheit in ihr Leben zu bekommen. Nicky ergriff Initiative und startete mit einigen konträren Hobbys wie Musicalworkshops, Gesangsunterricht oder auch Babysitten. Je mehr Zeit sie in sich selbst investierte, je mehr tolle und nette Menschen kennen lernte, desto mehr merkte Nicky, wie sehr ihr das Geräteturnen fehlt und dass ihr das strikte  Leichtathletiktraining viel zu einseitig ist.

Noch vor dem Jahreswechsel entschloss sich Nicky zu einem – für alle sehr überraschenden – Trainerinnenwechsel. Trotz viel Widerstand gegen ihre neue Trainerin Mag. Uli Puhr und großem Kopfschütteln von allen Seiten schien diese Konstellation ein echtes Dream-Team zu sein. Nicky hatte sich endlich ihr eigenes Umfeld geschaffen, das sie sich selbst auswählen konnte und ihr Selbstvertrauen, ihre Motivation aber auch ein Stück Persönlichkeit gewonnen.

Jahr für Jahr erzielte Nicky dann weitere, österreichische Rekorde und sie erbrachte jedes Jahr – eigentlich im Vorbeigehen - das geforderte Limit für internationale Großereignisse. Nicht zuletzt ausschlaggebend dafür waren eine verständnisvolle Trainerin, die es schaffte, ein individuelles Trainingsprogramm zu erstellen das vielseitig und mit Spaß verbunden war, sowie ein starker Freundeskreis, in dem sie sich als Nicky, nicht als Sportlerin, zurückziehen und ihre Freizeit verbringen konnte.

Im Herbst 2005 wollte sich Nicky dann eine längere Trainingspause - als die sonst gewohnten 4 Wochen - gönnen, etwas Abstand bekommen und Urlaub statt Trainingslager machen. Im Folgejahr stand nämlich kein Großereignis für den Nachwuchs am Plan und so sollten die Energie-Akkus dadurch wieder aufgeladen, und die Gedanken frei werden. Doch nach nur 6 Wochen war Schluss mit Energie aufladen. Ein Anruf ihrer Trainerin sollte alle geschmiedeten Pläne durcheinander würfeln. Schon jetzt stand fest, Nicky hat bereits das Limit für die Europameisterschaften der Erwachsenen im Sommer in der Tasche.

Somit wurde das Training sofort wieder aufgenommen und die Pläne verändert. Der Einstieg fiel nicht ganz so leicht, da der Kopf noch auf Pause eingestellt war. Dies wurde aber für kreatives Denken im Kugelstoßen genutzt. Nicky versuchte sich schon länger an einer neuen Kugelstoßtechnik, da die vorhandenen 2 Arten des Stoßes – die Angleittechnik und die Drehstoßtechnik - zu langweilig waren. Mit einem kleinen Hilfevideo einer Freundin ging Nicky und ihrer Trainerin ein Licht auf und so probierten sie sich an dem Watzek-Rad. Einer innovativen, spektakulären Kugelstoßtechnik, die von Beginn an große Weiten versprach. Aber natürlich kam das andere Training nicht zu kurz.

All die Mühen sollen im Sommer 2006 dann auch belohnt werden. Nicky stieg in eine neue Liga auf und wurde von der Nachwuchshoffnung zum fixen und unverzichtbaren Bestandteil im österreichischen Nationalteam.

Mit gerade einmal 20 Jahren bewies Nicky als jüngste Starterin bei den Europameisterschaften in Göteborg nicht nur Ihr Talent, sondern auch Ihre absolute Professionalität bei ihrer Arbeit. Sie pulverisierte bei ihrem ersten Antreten bei einem großen, internationalen Wettkampf der Erwachsenen den österreichischen U23-Uraltrekord im Diskuswurf (er hielt davor 22 Jahre) und verpasste nur um wenige Zentimeter den Einzug ins Finale. Ihr 13ter Platz sorgte für viel Aufsehen und reichte locker, um beste österreichische Athletin dieser Meisterschaften zu werden.

Als 21-jährige wurde Nicky bereits zu Österreichs Leichtathletin des Jahres 2006 gewählt und wurde zum Vorbild und zur Leitfigur für viele NachwuchssportlerInnen. Mit dem Watzekrad konnten sich eine Menge junger AthletInnen identifizieren und Freude am Kugelstoß finden. Europaweit fand diese Technik (auch Cartwheel-Technik genannt) viele Nachahmer und sie lockte viel mehr Zuschauer zu einer Randdisziplin der Leichtathletik.

Auch bei der Presse war Nicky enorm beliebt. Ihre offene, freundliche und immer herzliche Art begeisterte nicht nur Fans, sondern auch Reporter aus ganz Europa.

2007 kam ein richtiger Hype um das Watzekrad auf. Die Hallensaison war gespickt mit Engagements für die Vorführung dieser Technik. Dabei legte Nicky aber immer Wert auf die klare Vermittlung ihrer Botschaft dieses revolutionären Versuchs, nämlich junge Menschen – vorwiegend Mädchen – zum Kugelstoß zu bringen und ihnen zu zeigen, dass es nicht einer großen, körperlichen Masse bedarf, um weit zu stoßen.

In der Freiluftsaison stand aber der Diskuswurf an erster Stelle. Als Höhepunkt flog der Diskus im Finale der U23-Europameisterschaft, in einem spannenden Wettkampf, zur Bronzemedaille.

In der verbleibenden Saison ging dem Schicksal scheinbar die Luft aus. Gleich bei 3 Wettkämpfen flog je ein Versuch wahnsinnig weit, doch die Kampfrichter waren abwesend und so wurden die Versuche nicht korrekt notiert. In der Endabrechnung blieben dann fehlende 23 Zentimeter auf das Limit für die olympischen Spiele in Peking 2008 stehen.

Im Herbst mussten intensiv Sponsoren und Partner für die kommende Olympiasaison gesucht werden, da ein langjähriger Partner abgesagt hatte, die staatliche Unterstützung - völlig unverständlich - gekürzt wurde und auch der Verband die Unterstützung auf ein lächerliches minimiert hatte. Kaum zu glauben aber wahr, von 250 Firmen und Unternehmen fand sich nicht ein einziges, das Nicky auf ihrem Weg nach Peking begleiten und unterstützen wollte.

So stand Nicky - als hoffnungsvolle Athletin für die olympischen Sommerspiele in Peking und österreichische Leichtathletin des Jahres 2007 - fast ohne Geld da und wusste nicht, wie sie über die Runden kommen soll. An ein so wichtiges Trainingslager im Süden während der Wintermonate war erst gar nicht zu denken. Mit dem Bewusstwerden, keine gute, schon gar keine optimale Vorbereitung auf die olympischen Spiele machen zu können, schwand auch die Motivation.

Scheinbar wusste aber das Schicksal was es tut, denn plötzlich stand bei Nicky das private Glück im Vordergrund. Still und leise - in einem ganz kleinen Rahmen - heiratete Nicky in Jänner 2008. Im Juni gab Nicky dann - für viele sehr unerwartet und überraschend - offiziell bekannt: „Nein, ich werde nicht nach Peking fliegen, ich bin schwanger und freue mich sehr auf mein erstes Kind!“

Bis Mitte Juli kam Nicky noch Einladungen internationaler Meetings nach. Der letzte Wettkampf dieser Saison waren dann die österreichischen Staatsmeisterschaften, wo sich Nicky gemeinsam mit Krümmelchen - wie sie ihr ungeborenes Kind immer nannte - den Titel sicherte.

Mit der Geburt ihres Sohnes Fabian Ende November 2008 begann ein neuer Lebensabschnitt für Nicky mit einer verdienten Pause, doch es war auch klar, ein Widereinstieg ist schon bald geplant.

Bereits im Sommer 2009 - nur 9 Monate nach der Geburts - absolvierte Nicky schon wieder die Staatsmeisterschaften, wo sie erneut das Rennen um den Titel für sich entschied.

Der Trainingsaufbau nach der Schwangerschaft verlief reibungslos und Nicky fand - dank einer kleinen Trainingsgruppe – wieder Spaß und Freude an der Leichtathletik. Zum ersten Mal in ihrer Laufbahn konnte Nicky in einer kleinen Gruppe trainieren und die Freude über das Widersehen beim täglichen Training genießen.

Der intensive, vielseitige Aufbau zeigte bereits in der Hallensaison 2010 eindrucksvoll seine Wirkung. Nicky baute viel an Schnelligkeit und Sprungkraft auf. So lief sie unter anderem bis auf 10 Hundertstel an den Kärntner Hallenrekord über die 50m Hürden heran und stieß mit der Kugel wieder über Österreichs magische 14-Meter-Marke. Die Krönung - und Nicky’s insgeheim größter Wunsch - ging mit dem Titelgewinn bei den österreichischen Hallen-Mehrkampfstaatsmeisterschaften in Erfüllung, wo sie zum Erstaunen vieler, auch ihre Bestleistung im Hochsprung über 10 Zentimeter steigern konnte.        

In der Freiluftsaison spalteten sich dann die Meinungen. Trotz klarer Ansage von Nicky, im Freien den Fokus wieder auf Diskus zu legen, waren einige davon überzeugt, sie würde nur noch Mehrkampf bestreiten. Leider war dies ein „gefundenes Fressen“ für alle GegnerInnen von Nicky, obwohl sich unheimlich viele Menschen – TrainerInnen, ReporterInnen, GegnerInnen – von der zurück gewonnenen Vielseitigkeit und dem eindrucksvollem Comeback begeistert zeigten.

In 4 verschiedenen Wettkämpfen gelang es Nicky zwar, zwischen 12 und 20 Zentimeter an das Limit für die Europameisterschaften im Diskus heran zu werfen und sie konnte sogar das EAA-Meeting in Griechenland gewinnen, eine Argumenten starke Nominierung seitens des Verbandes reichte aber nur für andere AthletInnen.

Auch die Weiterverlängerung beim Bundesheer nach nur 15 Monaten Karenzzeit wurde ihr - trotz bestehenden Vertrags - seitens des Verbandes nicht gewährt, obwohl sie diese exzellenten Ergebnisse aufweisen konnte. Nicky lies das aber nicht auf sich sitzen und klagte diese Entscheidung ein. Sie bekam zwar Recht und durfte immerhin ihren Vertrag bis Ende 2011 weiterführen, durfte jedoch als Bürohilfe keinen Sport in der Dienstzeit ausüben – ein herber Rückschlag für die unglaublich talentierte, junge Mutter.

Nervenaufreibend und geprägt von einer längeren Krankheit startete die Hallensaison 2011, wo Nicky sehr geschwächt noch spitzen Leistungen erbringt, ihren Staatsmeistertitel im Kugelstoß verteidigt und wieder einmal zeigt, in welch herausragender Form sie sich befindet.

Scheinbar war das alles zusammen ihrem Körper aber zu viel und so wurde nach der Hallensaison ein Ödem im Sprunggelenk diagnostiziert, welches bereits den Knochen schwammig und weich gemacht hatte. Die Folge daraus war ein langer Kampf mit der Genesung. Insgesamt 22 Wochen an Krücken gefesselt wollte Nicky unbedingt an den Staatsmeisterschaften Anfang August teilnehmen.

Die Krücken sicherheitshalber im Auto mit dabei, verzichtete Nicky auf die Einwürfe und machte im ersten Versuch auch nur einen Standwurf. Unglaublich flog die Scheibe auf österreichische Jahresbestleistung. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen konnte, Nicky hätte mit diesem Versuch bereits gewonnen. Langsam tastete sie sich an die richtige Technik heran und warf, als hätte sie nie eine Zwangspause vom Techniktraining gemacht. Der weiteste Wurf lies den Konkurrentinnen dann den Atem stocken. Fast 51 Meter weit flog der Diskus und das trotz einem knappen Jahr ohne Techniktraining. Die erfahrenen TrainerInnen und Konkurrentinnen vor Ort wussten diese Leistung zu schätzen, der Verband allerdings nicht.

Ende 2011 war Schluss beim Bundesheer und Nicky musste dringend einen Job annehmen. In der Hallensaison 2012 kam Nicky mit der Kugel wieder fast an ihre alte Bestleistung heran und sicherte sich mit über 1 Meter Vorsprung den Titel. Mit März 2012 begann jedoch der Eintritt in die Arbeitswelt. Das Ziel dieser Saison - das Limit für die Europameisterschaften zu erbringen - stellte sich neben dem Vollzeitjob ohne geregelten Arbeitszeiten dann doch schwerer als erwartet heraus. Regelmäßige Trainings waren nicht mehr möglich und der Kopf war für Techniktrainings auch nicht mehr frei. Am Ende verpasste Nicky um nur 40 Zentimeter das Limit und somit eine Nominierung für die Europameisterschaft.

Das Limit für die olympischen Spiele in London rückte somit allerdings auch in eine unnahbare Ferne. So musste Nicky den schweren und harten Entschluss treffen, ihre Profisport-Karriere mit erst an den Nagel zu hängen. Besonders bitter für sie, weil sie doch mit 26 Jahren gerade kurz vor „dem besten Leichtathletikalter“ stand und körperlich wieder gesund und in Top-Form war.

Mit den Staatsmeisterschaften in Nicky’s neueröffneten Heimstadion in Klagenfurt, wo sie nochmal vor den Augen ihrer Familie und ihrem Fanclub zu einer Hochform auflief, sicherte sie sich zum Abschluss den 9. Staatsmeistertitel im Diskus in Folge, sowie den Titel im Kugelstoß mit beeindruckenden Weiten.

 

„Der Abschied fiel mir an diesem Wochenende tatsächlich viel schwerer als
zu Beginn angenommen. Er war sehr emotional, da es mich zu tiefst berührte, wie viele Menschen dann doch hinter mir standen und es ewig schade fanden, dass jetzt Schluss sein soll. Die Entscheidung fühlte sich auch plötzlich nicht mehr richtig an, aber mein Verstand wusste, dass es der einzig richtige Weg ist. Ich kannte ein Leben ohne Sport nicht und somit war es für mich auch ein
Schritt ins Ungewisse – positiv wie negativ. Zugleich freute ich mich aber darauf, jetzt mehr Zeit für meine kleine Familie zu haben!“

Fortsetzung folgt ...